Bei Spiegelreflexkameras wird beim Auslösen der Spiegel weggeklappt, sodass das
Licht auf den Sensor gelangen kann. Beim Wegklappen schlägt der Spiegel gegen einen
Anschlag, dieser Schlag (Spiegelschlag) erzeugt mehr oder weniger leichte Vibrationen.
Die Meinung der meisten Hobby-Fotografen ist die, dass wenn die Kamera am (stabilen)
Stativ montiert ist, dass die Bilder scharf sein müssen, denn am Stativ gibt es
kein Verwackeln (Verwacklungsunschärfe) mehr.
Durch den Spiegelschlag, der Vibrationen auslöst, entsteht aber bei einem bestimmten
Belichtungszeitraum eine Unschärfe. Zwischen 1/2 und 1/60 Sek. macht sich der Spiegelschlag
jedoch bemerkbar und man kann eine leichte Unschärfe erkennen.
Bei einem Weitwinkelobjektiv fällt diese geringer aus.
Mit einem Teleobjektiv wird es hier schon etwas dramatischer, diese sind dann schon
recht anfällig gegen Spiegelvibrationen: Da kann es schon sein, dass man bei 1/250
Sek. (je nach Brennweite) auch noch die Spiegelvorauslösung (SVA) benötigt.
Tipp
Nur mit Fernauslöser auslösen! Ein mit Finger Betätigen des Auslösers, erzeugt nur weitere (schlimmere) Vibrationen!
- Kamera am (stabilen) Stativ montieren
- Spiegelvorauslösung aktivieren
-
1. Auslösung mit Fernauslöser (Spiegel wird weggeklappt)
-
2-3 Sekunden warten, bis die Kamera schwingungsfrei ist
-
2. Auslösung mit Fernauslöser (Foto wird aufgenommen und der Spiegel klappt nach unten)
Tipp
Ist das Fotografieren beendet, ist es ratsam die Spiegelvorauslösung wieder
zu deaktivieren. Die Spiegelvorauslösung kann beim nächsten Fotografieren eventuell stören z.B.
wenn man schnell was (aus der Hand) ablichten will.
- Landschaftsfotografie
- Makrofotografie
Tipp
Ich verwende die Spiegelvorauslösung fast immer, bei Motiven die mir nicht davon laufen. Die Belichtungszeit ignoriere ich hier, denn ich bilde mir ein, das
die Bilder mit der SVA immer recht knackig werden.
- Die Spiegelvorauslösung sollte nur am Stativ verwendet werden. Ein „aus der
Hand schießen“ macht mit der Spiegelvorauslösung keinen Sinn.
- Sportfotografie